Interdisziplinäres Arbeiten Spielbar und Erlebbar am Immersive Media Day
Aktuelle Neuigkeiten |
Der Immersive Media Day am 08.07.2026 begann für Besuchende um 15 Uhr. Verteilt auf drei Seminarräume und dem Foyer konnten diese alle neun Projekte austesten und dabei Kunst und erzählte Geschichten immersiv erleben. Die Bandbreite ist weit: sei es wie durch Speisen kulturelle Geschichten erfahrbar gemacht werden zum Spielen einer Münze, die weitere Münzfreunde sucht in einer dystopischen Welt.
Der Tag begann für die Kursorganisation und die Studierenden bereits früher. Um 09:30 Uhr begannen in zwei Kinos an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF) jeweils die Projektpräsentationen von Immersive Storytelling: Games und Immersive Arts für ein ausgewähltes Publikum. Die Präsentationen haben dabei die Möglichkeiten in einem Kino, beispielsweise verschiedene Lichteinstellungen, zu Nutzen gemacht. Die Studierenden haben mitreißend und Interesse weckend ihre Projekte auf den Punkt gebracht.
Wie läuft der Immersive Storytelling: Games Kurs ab?
Studierende der TUM, HFF, und dieses Jahr zum ersten Mal auch der Hochschule München, arbeiten gemeinsam an einem Videospiel mit dem Ziel, immersiv eine Geschichte zu erzählen. Im ersten Teil des Seminar erarbeiten diese innerhalb eineinhalb Wochen einen Plan ihres Spiels, mit Unterstützung und Input von externen Dozierenden. Marcus Klöppel lieferte den Studierenden Input und Basics zu Game Design und Storyworlds über den gesamten Blockkurs. Simone Mändl gab Input zur visuellen Kohärenz eines Spiels und Hauke van Göns unterstützte die Studierenden bei der Präsentation ihres ersten Pitches.
Während der zweiten Phase des Kurses gab es weitere Workshops um die interdisziplinäre Arbeit zu vertiefen. Beim Motion Capturing Workshop hat David Emmenlauer die technische Seite betreut und Franzi Frey hat im Motioncapturing-Anzug die Charaktere der Teams zum Leben gebracht. Jennifer Lufau führte die Studierenden zum Thema Sensitivity Reading ein. Jan Godde nahm und bearbeitete gemeinsam mit den Teams über insgesamt sechs Tage Sprachaufnahmen und Soundeffekte auf.
Begleitet wurde der Kurs mit weiteren Abendveranstaltungen. Luis Guggenberger und Thomas „RoamingOwl“ gaben in einer Abendveranstaltung mit Chrysa Bika Input zur Rolle einer kreativen Vision. Außerdem fanden im Rahmen der Reihe "Expert Talks and Pretzels" zwei Veranstaltungen statt, die von Jennifer F. Donovan, Ivette Schmidt, und Lena Fischer organisiert wurden. Einmal zu Level Design mit Dijana "Dini" Martinovic und Jens Bolanz und ein weiterer Talk zu Sound & Voice Acting mit Julia Bencker, Lara Schmidt und Alec Shea.
Der Kurs wurde 2026 in der fünften Iteration organisiert und gehalten. Lena Pauli und Tim Ungermann, mit Unterstützung von Anne Treuheit, Joyce Abou-Zeid und Leonhard Schmid, organisierten von Seiten der HFF. Lena Fischer und Moritz Schlögell organisierten von Seiten des CreatiF Centers. Chrysa Bika, Daniel Dyrda, Martin Schacherbauer, und Prof. Johanna Pirker, mit Unterstützung von Yixuan Cui, organisierten von Seiten der TUM.
Wie läuft der Immersive Arts Kurs ab?
Für diesen Kurs kooperierten vier Hochschulen: die HFF, die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), die Hochschule für Musik und Theater München (HMTM), und die TUM. Studierende und Dozierende aus allen vier Universitäten arbeiteten interdisziplinär und setzten auf Basis ihrer unterschiedlichen Ausbildungen und Wissen eine Kunstausstellung interaktiv und immersiv um. Zum Immersive Media Day sind die Projekte zuerst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden, während sie am 22. und 23. Juli erneut an der HFF ausgestellt worden sind.
Der Immersive Arts Kurs hat mit einem Blockkurs gestartet, in dem sich die Studierenden zu Teams zusammengefunden haben. Außerdem wurde den Studierenden im Blockkurs näher gebracht, was Kunst ist und Werkzeuge zur Hand gereicht, wie man immersive und interaktive Kunst erlebbar machen kann. Während des Semesters haben die Studierenden eigenständig und mit Begleitung der Dozierenden ihre Projekte ausgearbeitet. Regelmäßige Treffen zwischen Teams und Dozierenden stellten dabei sicher, dass die Studierenden Feedback bekommen und Fragen stellen können zu ihrem Vorhaben.
Organisiert wurde der Kurs von Chrysa Bika (TUM), Pauline Leininger (HFF und TUM), Quirin Müller (HFF und HMTM), Christoph J. Weber (HFF und LMU), Prof. Johanna Pirker (TUM) und Prof. Sylvia Rothe (HFF).
Wo Welten Aufeinandertreffen - Durch Zufall oder Mit System?
Begleitet wurde der Immersive Media Day außerdem durch die zentrale Frage, wie solche Kooperationen systematisch statt zufällig entstehen können. Zufällig ist bei solchen Kooperation leider oftmals das korrekte Wort. Kooperationen, welche interdisziplinär über den Tellerrand der jeweils eigenen Disziplin schauen lassen und großartige Ergebnisse liefern, liegen oft an einigen wenigen Schlüsselpersonen, die sich zufällig treffen und dann auch noch zufällig über die Lehre sprechen.
Um Systeme zu erschaffen und existierende zu erhalten, lud die HFF, das CreatiF Center, das Wavelab und die TUM, Hochschulen, Fördereinrichtungen und Politik in Bayern zu einem Roundtable ein. Dabei war das Ziel, Kooperationen systematischer anzugehen und die aktuellen Probleme anzusprechen. Das Ziel soll es sein, dass der Standort Bayern sowohl für Lehrende, Studierende, als auch Professionals attraktiv durch eine starke Struktur und Systeme wird.
Alle Ausgestellten Projekte auf dem Immersive Media Day 2026
- Nightlight von Paul Wagner, Filippo Huci, Felicia Sippach, John Beno Laskman und Liv Würtenberger. Spiel auf Itch
- Ministry of Silence von Tom Koether, Christian Barbu, Luca Rieder und Marcel Staniszewski.
- Feed the Machine von Paul Bunde, Jakob Fritsch, Anna Plenio, Meihuan Wang, Michael Schwärzler und Philipp Salenbauch. Spiel auf Itch
- Echoes that Follow von Diana Beksultanow, Jakob Giggenbach, Mary Hardisty und Michelle Grabowski.
- Stacy's Revenge von Magdalena Polanska, Michelle Thurnreiter, Dejan Johannsen, Benjamin Klahr und Anna Blei.
- Constellation of the Good von Lucas Denhof, Joshua Jackson, Jonas Riedinger und Yuanzhen Sun.
- Rotkäppchen von Alexandra Colf, Konstantin Holzner, Konstantin Kunze, Lara Liebmann und Carolin Schmitt.
- Sketchlings von Elisabeth Breitenhuber, Luka Demetrashvili, Philipp Hugenroth und Teodor Penchev.
- Taste of Memories von Arzu-Sayan Aslan, Kamila Datbayev, Daniela Magnani Hüller, Abitha Jayamohan und Anna Zhukovets.



